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Automatisierung28.10.20263 Min. LesezeitStefan Milošević

Automatisierung: Make stellt MakeOS vor, n8n sichert geplante Läufe, UiPath testet Agenten

Ende Oktober 2026: Make zeigt auf der Waves '26 MakeOS und neue Kontrollen für KI-Agenten, n8n verliert keine geplanten Läufe mehr, UiPath testet Agenten im Betrieb, Zapier MCP bündelt KI-Tools.

Das Thema dieser Woche heißt Kontrolle. Automatisierungsplattformen fragen nicht mehr nur, was ein KI-Agent kann, sondern wer ihn überwacht, wer seine Schritte freigibt und was passiert, wenn ein Server ausfällt. Make hat auf der Waves '26 seine Richtung gezeigt, n8n macht geplante Läufe robuster, UiPath testet Agenten im laufenden Betrieb, und Zapier vereinfacht die Anbindung von KI-Tools.

Make: MakeOS und neue Regeln für Agenten

Make hat am 20. Oktober auf der Konferenz Waves '26 MakeOS vorgestellt, eine Umgebung, in der Agenten, Prozesse und Aktionen sichtbar, berechtigt und umkehrbar sein sollen. MakeOS ist in einer geschlossenen Beta, alle anderen tragen sich in eine Warteliste ein. Preise gibt es noch nicht. Bestehende Szenarien laufen weiter.

Ein Teil der Neuerungen ist sofort verfügbar:

  • Agenten-Orchestrierung: Ein Agent kann Aufgaben an Subagenten delegieren.
  • Maia erhält einen Plan-Modus (Sie geben Änderungen vor der Ausführung frei) und ein Gedächtnis über Chats hinweg.
  • Knowledge: gemeinsamer Unternehmenskontext für Menschen und Agenten.
  • Custom Roles und Private Spaces für feinere Berechtigungen.
  • Make Grid, eine Live-Karte aller Objekte und Logs, sowie Audit-Logs für Änderungen durch Agenten und MCP-Clients.

Angekündigt, aber noch nicht verfügbar: Freigaben durch Menschen per Slack, Teams oder Mobile-App mitten im Szenario, Auswertungen zur Agentenqualität und zu KI-Kosten sowie Organisationsrichtlinien, welche Apps und Modelle erlaubt sind. Process Intelligence (Task Mining und Process Mining auf Basis von Celonis) ist auf der Warteliste.

n8n: Geplante Läufe gehen nicht mehr verloren

n8n 2.45 vom 20. Oktober aktiviert den Durable Scheduler für alle Schedule-Trigger-Nodes, ohne zusätzliche Konfiguration. Jeder Lauf wird vor seiner Fälligkeit in der Datenbank gespeichert, ein Neustart löscht also keine anstehenden Jobs mehr. Ein verpasster Lauf wird innerhalb der Toleranzzeit nachgeholt. Eine Änderung im Verhalten: Intervalle „alle N Minuten“ zählen jetzt ab der Veröffentlichung des Workflows, nicht mehr ab der vollen Stunde. Das alte Verhalten lässt sich vorübergehend mit N8N_SCHEDULER_TRIGGER_NODE_MODE=legacy behalten.

Die Beta-Version 2.46.0 vom 27. Oktober erlaubt persönliche Zugangsdaten in Teamprojekten, ohne sie zu teilen. Kollegen ohne Zugriff darauf können den Workflow damit weder ausführen noch veröffentlichen und sehen die Ausführungsdaten nicht. Für die DSGVO-Dokumentation ist das eine saubere Trennung.

UiPath: Tests für Agenten im Betrieb

UiPath hat am 20. Oktober als Preview Runtime Evaluations eingeführt. Ein produktiver Agent wird anhand von Datensätzen mit Eingaben und erwarteten Ausgaben bewertet, auf Abruf oder nach Zeitplan. So fallen sinkende Genauigkeit und unerwartetes Verhalten früh auf. Echte Produktionsläufe können zu neuen Testfällen werden.

Zapier: ein MCP-Server für alle KI-Tools

Zapier erlaubt seit Ende Oktober, Claude, ChatGPT, Cursor und andere MCP-Clients an denselben Zapier-MCP-Server anzubinden. Sie teilen Apps, Aktionen und Skills, alle Tool-Aufrufe landen in einem Verlauf. Im verwalteten Modus legen Sie fest, welche Aktionen jeder Client ausführen darf, und können Felder sperren, etwa einen Slack-Kanal. Die Funktion ist in allen Zapier-Tarifen enthalten.

Was das für Ihr Unternehmen bedeutet

  1. Menschliche Freigabe für sensible Schritte einplanen. Zahlungen, Angebote und Datenlöschungen sollte kein Agent ohne Prüfung ausführen. Die Plattformen bauen das ein, die Regel können Sie schon heute festlegen.
  2. Geplante Workflows nach dem n8n-Update prüfen. Muss ein Bericht exakt zur vollen Stunde starten und nutzen Sie „alle N Minuten“, stellen Sie auf Cron oder einen täglichen Plan um.
  3. Agenten auch nach dem Go-live testen. Ein kleiner Satz Beispiele mit erwarteten Antworten, einmal pro Woche ausgeführt, zeigt Probleme, bevor Kunden sie bemerken.

Wenn Sie Ihre Workflows und Agenten kontrollierbar aufsetzen möchten, sehen Sie sich unsere Leistung Automatisierung an oder schreiben Sie uns.

Quellen

Digital Phoenix

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